Lachen durch Wut

Foto: „Stopp fucking the country.“
Quelle: https://pramen.io/en/2020/08/laughter-through-rage/

Der heutige Tag wurde für die Proteste im Land extrem wichtig. Trotz des schlechten Wetters und des Gejammers im Internet kam eine große Zahl von Menschen auf die Straßen in die Hauptstadt und in den Regionen. In Minsk gab es nach verschiedenen Schätzungen zwischen 100 und 200 Tausend Menschen. Auch die Regionen haben nicht nachgelassen, und in einigen Städten war es sogar besser als vor einer Woche.

Die kollektive Energie auf der Straße zeigte einmal mehr, dass dieser Protest nicht aufzuhalten ist. Trotz zahlreicher Drohungen seitens des Regimes gehen die Menschen mit der ganzen Familie raus und bringen Kinder mit. Unsere kollektive Stärke gibt jedem Teilnehmenden des Protests Sicherheit. Wir sind durch die Stadt gegangen und haben gezeigt, wer wirklich der Chef in diesem Land ist und wer sich hinter Stacheldraht verstecken sollte.

Lukaschenkows Show (anders kannst du es nicht nennen) brachte viele Menschen zum Lachen. Lächerliche Videos, die den alten Diktator in eine energische Gestalt verwandeln sollten, zeigten einmal mehr seine Dummheit, die sogar einem Teenager das Gewehr gibt. Das Lob an OMON, die in der vergangenen Woche Menschen gefoltert und getötet haben, ist vielleicht sogar für diejenigen zu viel, die bereit sind, für ein paar Dutzend Rubel zu Prolukaschenka-Treffen zu gehen.

Ganz gleich, wie sehr sich der Diktator auch bemüht, er ist absolut unfähig, als starker Führer zu handeln. Für das Internet wird jeder Schritt zu einem Meme. Alle – von unabhängigen Journalist:innen bis zu Anarchist:innen – machen sich über ihn lustig. Humor ist eine der stärksten Formen des Kampfes mit den Autoritäten.

Aber irgendwo steckt eine gefährliche Realität hinter dieser ganzen Clownerie. Lukaschenkos Dummheit ist, trotz allen Lachens, immer noch die Dummheit des Diktators. Heute ist Lukaschenko ein Affe mit einer Granate, der jeden Augenblick mit dem Töten beginnen kann. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes kam das Militär, um das Regime zu schützen. Ja, es war an der „Stele“, davor hat sich niemand darum gekümmert, aber nun gibt es einen Präzedenzfall: Das Militär mit Stacheldraht steht im Zentrum der Hauptstadt mit Waffen, und der Verteidigungsminister droht friedlichen Demonstrant:innen mit Gewaltanwendung.

Lukaschenko ist jetzt gefährlich, weil er in die Enge getrieben wird und jede Art von Chaos anrichten kann. Wir haben bereits gesehen, dass die OMON bereit sind, mit ihrem Führer den ganzen Weg zu gehen. Im Gegenzug macht es für die belarussische Bev keinen Sinn, die Armee der Wehrpflichtigen zu fürchten. Selbst wenn das Kriegsrecht eingeführt wird, werden sich genau diese Wehrpflichtigen wahrscheinlich auf die Seite des Volkes stellen – sie haben Familien, Verwandte und Freunde in eben diesem Volk. Der Grad der Unterstützung für Lukaschenko sinkt von Tag zu Tag. Auf die Menge zu schießen ist wie Schießen im eigenen Hof.

Deshalb ist heute jeder Schritt eines Diktators ein Versuch, nach einem Strohhalm zu greifen, um nicht zu ertrinken. Wir haben bei vielen Gelegenheiten unsere Stärke unter Beweis gestellt, also gehen wir den ganzen Weg bis zum Ende – in ein Land ohne Diktatur! Jeden Tag gehen wir in unseren Städten auf die Straße, organisieren lokale Versammlungen, unterstützen die Streikenden und üben Druck auf die lokalen Behörden aus.

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