Solidarität mit dem George Floyd-Aufstand in den USA

George Floyd wurde am 25. Mai vom US-Staat getötet. Er wurde von dem Staat getötet, der rassistischen Polizist:innen jeden Tag ihre Dienstmarken und ihre Waffen gibt, damit sie Menschen auf der Straße belästigen können. Als keine:r versuchte, George zu retten, war es nicht nur die Angst vor einzelnen Polizist:innen, die das verhinderte, es war die Furcht vor staatlicher Repressionen gegen diejenigen, die die Autorität in Frage stellen. Und selbst wenn der Polizist, der George ermordet hat, strafrechtlich verfolgt wird wegen Mord und vielleicht ins Gefängnis kommt, wird nichts daran ändern das auch der Staat für diese Aktion die Verantwortung trägt. Es wird weiterhin Polizeigewalt geben und es wird weiterhin Rassismus geben, den diese werden auch von den staatlichen Institutionen jeden Tag forciert.

Mit dieser kleinen Aktion zeigen wir unsere Solidarität mit den Menschen, die in diesen Tagen in den USA auf den Straßen für ihre Freiheit demonstrieren und kämpfen.

Gerechtigkeit für George Floyd und jedes Opfer staatlicher Gewalt!

Ein tierisch heißer Prozess!

Aufruf der Gruppe
„Wir besetzen Dresden“

Den originalen Aufruf sowie weitere Infos findet ihr, wenn ihr diesem Link folgt: https://wirbesetzendresden.blackblogs.org/


Vom 17.01.2020 bis 22.01.2020 wurde in der Dresdner Neustadt ein Gelände mit drei Häusern besetzt. Ziel war unter anderem ein Wohnprojekt, ein kulturelles Zentrum und einen Ort der unkommerziellen Bildung zu schaffen. Nach der gewaltsamen Räumung durch die Cops wurde gegen alle Menschen, die sich in den Häusern und auf dem Gelände aufhielten, Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung gestellt. Nun kommt es, früher als erwartet, zu den ersten Prozessen. Bereits am 11 .05. stehen zwei Menschen vor Gericht, die an der, als “Putzi” bekannt gewordenen, Besetzung teilgenommen haben sollen.

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Symbolismus auf den Straßen

Wir haben mit diesem Thema begonnen, weil viele Leute über anarchistische Symbole verwirrt waren. Einige glauben, dass die schwarze Fahne für die Antifa steht. Andere verwirren sich über Hammer und Sichel. Wir haben sogar eine kurze Untersuchung auf Twitter durchgeführt, bei der 7 von 58 Personen glaubten, dass das umkreiste A ein Symbol der antifaschistischen Bewegung ist, und 2 dachten, dass es für Antikapitalismus steht. Es ist also noch ein langer Weg zu gehen, um anarchistische Symbole in der deutschen politischen Szene zu etablieren.

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Radioveranstaltung: Wir erinnern an Jorge João Gomondai

Jorge João Gomondai war ein junger mosambikanischer Vertragsarbeiter, der aufgrund eines rassistisch motivierten Angriffs am 06. April 1991 in Dresden starb.

Der damals 28-jährige war am 31. März 1991 gegen 4 Uhr früh am damaligen Platz der Einheit (heute Albertplatz) in die Straßenbahn eingestiegen. In der Bahn wurde er von rechten Skinheads angegriffen und kurz darauf blutend von der Tramfahrerin neben den Gleisen liegend gefunden. Jorge Gomondai starb eine Woche später an seinen schweren Kopfverletzungen. Weiterlesen

Abgesagt/Verschoben: Themenreihe zu Abschiebung und Abschiebungshaft

Update: Wir haben uns entschieden wegen Corona die ganzen Veranstaltungsreihe abzusagen bzw. auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Passt gut aufeinander auf und bleibt solidarisch.


Abschiebehaft wird in Deutschland seit 1919 vollzogen. In Dresden-Friedrichstadt gibt es seit 2018 eine Abschiebehaftanstalt. Die Haft soll verhindern, dass sich geflüchtete Menschen der Abschiebung entziehen können. Es braucht keine Straftat, kein Vergehen. Es reicht zum Beispiel schon aus, dass eine Person einen Termin beim Amt verpasst hat, um sie zum Zweck der Abschiebung zu inhaftieren. In der Praxis wird eine massive Verletzung der Grundrechte deutlich. Wie ein Rechtsanwalt dokumentierte, waren etwa 50 Prozent seiner Fälle unrechtmäßig inhaftiert. Doch die Mehrzahl der Entscheidungen erging im Nachhinein, sodass Betroffene bereits abgeschoben wurden. Die Gefangenen in Abschiebungshaft haben keine Lobby, um solche Missstände zu verhindern.  

Es gibt viele Gründe den Sinn von Gefängnissen in unserer Gesellschaft infrage zu stellen. Eindeutig ist, dass die Abschiebehaft ein grausamer Umgang mit Menschen ist, die in Europa Zuflucht vor Krieg, Armut, Verfolgung und vielen anderen legitimen Gründen suchen.

In März & April wollen wir dieses Thema von verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wie funktioniert Abschiebehaft? Welche Kritikpunkte gibt es? Wer ist involviert? Wie kann ich Betroffene unterstützen? Brauchen wir in unserer Gesellschaft überhaupt Gefängnisse? Kommt zu unseren Veranstaltungen vom 20. März bis zum 23. April!

Programm

20. März
Solidarität muss praktisch werden
Die Abschiebehaftkontaktgruppe
stellt ihr Arbeit vor.

AZ Conni: Rudlf-Leonhard-Str. 39
19 Uhr | Vortrag auf Deutsch


25. März
Asylum and Deportation

Perspektiven auf Abschiebehaft von der Gruppe ‚Women in Exile‘ aus Berlin

Betriebsküche: Berliner Str. 63a
18 Uhr | Vortrag auf Englisch


2. April
Filmvorführung: Deportation Class

Dokumentarfilm über Abschiebungen mit Stimmen von Betroffenen

Kino in der Fabrik: Tharanterstr. 33
Zeit wird noch veröffentlicht
Deutsch mit englischen Untertiteln


8. April
Perspektiven auf Abschiebehaft

Ein Betroffener, eine Anwältin, eine Aktivistin und ein Seelsorger teilen ihre Perspektive auf Abschuebehaft.

Weltclub: Königsbrückerstraße 13
18 Uhr | Vorträge auf Deutsch


17. April
3-Gänge-Solimenü

Die Einnahmen gehen an aktuelle Fälle von Repression im Zusammenhang mit Flucht und Migration

AZ Conni: Rudolf-Leonhard-Str. 39
18:30 Uhr


23. April
Demonstration: Gemeinsam gegen die Abschiebehaft in Dresden

Als Abschluss der Veranstaltungsreihe wollen wir den Betroffenen unsere Unterstützung zeigen

Bahnhof Mitte
17 Uhr