Zine: Hold together – Critique and Solidarity during Corona Pandemic – finally in English!

Hello.
The outbreak of the Corona pandemic has ensured that the year 2020 will go down in history. In an attempt to deal with what is happening right now, we decided to make a zine. We would like to share our own perspectives, experiences and our discussions, and contribute anarchist perspectives to the debate. And of course humour, that should not be missing, although it has become quite serious overall.

We want to make a zine that takes Corona seriously, addresses the social conflicts, clearly formulates necessary criticism, takes up the less visible aspects, asks questions and stimulates discussions. Many people should be able to read it but it has not always been easy for us to describe complex issues in a simple manner. However, we have tried to do so by using personal experiences as points of reference. Weiterlesen

Corona und elterliche (Für)sorge 

Ich trage allein die Verantwortung für mein Kind. Im realen Leben. Auf dem Papier hat der Erzeuger Mitspracherecht. Im realen Leben kümmere ich mich um jedes Detail selbst.
Und jetzt auch noch Corona…
Die Kinder sind beunruhigt und ich habe oft keine Antworten. Durchhalten, Abstand halten, aushalten….
Hoffentlich kommt die Kleine nicht in Quarantäne. Dann kann ich meinen Job vergessen, ich bin noch in der Probezeit.

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Gesundheitswirtschaft

Unser vergleichsweise fortschrittliches Gesundheitssystem organisiert sich nach 4 Prinzipien: Versicherungspflicht, Beitragsfinanzierung, Solidaritätsprinzip, Selbstverwaltungsprinzip. 
Schauen wir uns diese Prinzipien in ihrer Ausgestaltung genauer an, wird die Fortschrittlichkeit jedoch schnell fragwürdig.
In unserer neoliberalen Gesellschaft ist der Marktdruck und die Sortierung von Menschen in Klassen natürlich auch in der Gesundheitsversorgung angekommen. Dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit folgend, gibt es verschiedene Versicherungsarten (gesetzlich oder privat). Sie beeinflussen, wie viel Geld Ärzt*innen für eine geleistete Maßnahme erhalten, ob und wie schnell Termine vergeben werden, welche Maßnahmen ausgewählt werden und ob das Personal Zeit hat, auf die Bedürfnisse der Patienten*innen einzugehen oder nicht. Weiterhin werden bestimmte Personengruppen ausgeschlossen, wenn sie der Versicherungspflicht nicht nachkommen (z. B. wohnungslose Menschen).
Solidarität kommt nach dem oben genannten Prinzip eben nur jenen zu, die dafür bezahlen. Weiterlesen

ZOONOSEN

Seit Monaten ist die Regierung und die Pharmaindustrie u.a. durch die Erforschung eines Impfstoffes bestrebt die Symptome der Covid 19 – Pandemie einzudämmen und zu bekämpfen. Was unbeachtet und vernachlässigt bleibt, ist die eigentliche Ursache, die diese Pandemie erst ermöglicht hat. Unser gesellschaftliches Mensch-Tier-Verhältnis bleibt unangetastet und die Bestrebung dies grundlegend ändern zu müssen, wird konsequent ignoriert und als nicht umsetzbar abgetan. Aus diesen Gründen ist es uns ein Anliegen folgenden Textauszug in unserem Zine zu veröffentlichen:

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Staat und Kapitalismus in der Pandemie

Im Frühjahr 2020 gab es einen großen Einschnitt für unsere Gesellschaft. Es war kein historisch-politisches Ereignis, sondern eine Pandemie. COVID-19 führt zu einer der größten Krisen unserer globalisierten Welt, die auch in Deutschland direkt spürbar wird. Diese verstärkt die Missstände und Fehlfunktionen der weltweit agierenden Wirtschaftssysteme und beeinflusst unser Leben, wie wir es bisher kannten, massiv: Tausende Todesfälle, Veränderungen zwischenmenschlicher Beziehungen, Digitalisierung unseres Lebens, Zunahme von Überwachung und Kontrolle, existenzielle Zunahme sozialer Ungleichheit usw.

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