To the students – Anarchismus und Studenten

Die Idee für diesen Artikel kam mir vor ein paar Jahren als ich mit einem Genossen sprach. Wir redeten über die gegenwärtige Situation der anarchistischen und sozialistischen Bewegung in seinem Land, und er wies darauf hin, dass Studierende auf lange Sicht tatsächlich ein konterrevolutionärer Teil der Gesellschaft seien könnten. Die Person, die dies sagte, war nicht erst seit gestern Anarchist, sondern ein Genosse, der schon jahrelang für revolutionäre Ideale kämpfte. Einer der Hauptpunkte unserer Diskussion war der Hintergrund der Schüler*innen, die sich in den Kampf einbringen wollen – dies sind vor allem Menschen aus finanziell gut situierten Familien, die in ihrem Leben kaum Probleme haben. Die meisten von euch arbeiten um das Taschengeld aufzubessern, aber für euren Lebensunterhalt ist bis zum Ende der Universität gesorgt. Natürlich gibt es Ausnahmen, so diejenigen, die die erste Generation von Studierenden in ihren Familien sind, jedoch handelt es sich um Ausnahmen in der linken und anarchistischen Bewegung. Abgesehen von dieser Entfernung zu den schwerwiegenden wirtschaftlichen oder sozialen Problemen schlechter gestellter Menschen habt ihr einen einfachen Einstieg und einen einfachen Ausweg aus sozialen Kämpfen – falls ihr eure derzeitige Gruppe, euer Kollektiv oder eure Organisation aufgebt, hat dies wenig Konsequenzen. Gleichzeitig mit dieser Thematik kommt das Problem der kurzen Aufmerksamkeitsspanne einher – als Student*in kannst du dich schnell einer heißen Thematik widmen, sobald sie aufpoppt und ebenso schnell zu einer anderen wechseln. Das ist die im Studium gelernte Arbeitsweise.

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Wir wollen den Himmel erobern

Vor einigen Wochen feierte die gesamte westliche Welt Weihnachten, ein Fest, welches vielen heilig ist, einige aber auch stresst. Mit einer in den Himmel schießenden Konsumbereitschaft in diesen Tagen ist es einfach zu glauben, dass Kapitalist*innen Weihnachten erfunden haben nur um dir Geschenke für Freunde und Familie zu verkaufen. Neben dem Aspekt des Konsums ist Weihnachten jedoch immer noch ein streng religiöses Fest mit Hunderten von Millionen Anhängern.

Wir wollen mit diesem Text die Thematik der Religionskritik anschneiden und beschäftigen uns hier mit anarchistischen Herangehensweisen an Religion und Glauben im Allgemeinen. Erwähnenswert ist, dass wir in diesem Text nicht nur über das Christentum sprechen werden, sondern auch über den Islam und das Judentum, welche die drei größten und einflussreichsten Religionen der „westlichen“ Welt sind.

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Community Accountability – Gemeinschaftliche Verantwortungsübernahme

Warum reden wir überhaupt darüber?

Wir leben in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen. Menschen machen Fehler und es entstehen soziale Konflikte. Das passiert in der gesamten Gesellschaft, aber auch in kleinen von uns gewählten Zusammenhängen, sei es im Freund*innenkreis, der Liebesbeziehung oder der Politgruppe. Unsere Gesellschaft reagiert auf diese Fehler meist mit einer Strafe, welche bis zum gesellschaftlichen Ausschluss in Form von Knast führen kann. Was damit nicht gelöst wird, sind soziale Konflikte, es findet keine Reflexion über das Verhalten statt. Wenn es zu Grenzüberschreitungen kommt und Menschen Leid zugefügt wird, erfahren sie im Strafsystem meist keine Hilfe oder Unterstützung, sondern in vielen Fällen noch mehr Leid.

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Antifa heisst….. CDU wählen? – Zur Wahl des sächsischen Parlaments

Es kommen Wahlen, und diesmal werden sie das Gesicht der Welt und Sachsens verändern. Zumindest ist es das, was sie im Internet schreiben, schätze ich. Aber irgendwie wiederholt sich die Erzählung. Es gab die alles oder nichts Wahlen zum Europäischen Parlament, bei denen wir nicht alles oder nichts bekommen haben und uns immer noch in dieser repräsentativen Demokratie befinden. Es gab auch Bundestagswahlen im Jahr 2017, die die Welt zu einem besseren Ort machen sollten, solange die AfD nicht an die Macht kommt?

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