Solidarity not charity

Während die Polizei Strassen und Parks patrouilliert, die Nachbarschaft schikaniert und den Leuten das Geld aus der Tasche zieht durch Anzeigen, finden wir es wichtig zusammen zu halten und Solidarität zu zeigen.

Politische Verantwortliche eignen sich den Begriff der Solidarität an. Sie meinen damit zu Hause zu bleiben, Hände zu waschen, ruhig zu sein und Geld an große Firmen zu geben, damit diese nicht pleite gehen.

Für uns bedeutet Solidarität Leute zu unterstützen, die Unterstützung brauchen. Zeiten wie diese zeigen, dass wir uns nur auf uns selbst verlassen können und nicht auf Regierungen, Parteien oder anderen Institutionen der Macht.

Deshalb haben wir heute angefangen kleine Essenstüten zu machen für unsere Nachbar*innen.

Das ist einfach, geht schnell und braucht keine große Organisation. Du kannst das selber machen und direkt verteilen, an Menschen die es brauchen, oder du hilfst uns und wir machen es gemeinsam.

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Anarchistische Blickwinkel zur Coromania – Solidaritätsnetzwerk Dresden West

Nach den ersten Wochen der massiven Einschränkungen in das öffentliche und gesellschaftliche Leben brauchten scheinbar alle ein bisschen Zeit um sich zu sortieren. Die Stadt Dresden hat bisher eher mit authoritären Massnahmen wie der Allgemeinverfügung um sich geworfen. Viele Maßnahmen die nötig wären, um besonders marginalisierte Gruppen zu schützen, werden allerdings nicht umgesetzt.
Während trotzdem alle an Solidarität appellieren und damit meist an Wirtschaftshilfe nach der Krise denken, sind Nachbarschaftsnetzwerke eine Form der Organisierung, die Solidarität tatsächlich lebt. Wir sprechen heute mit Peter vom Solidaritätsnetzwerk Dresden West. weiterlesen

Anarchistische Blickwinkel zur Coromania – Abschiebehaftkontaktgruppe

Seit Dezember 2018 gibt es die Abschiebehaft in Dresden. Vorher wurden sogenannte vollziehbar Ausreisepflichtige in der JVA Dresden inhaftiert. Ab 2015 ging das durch den Trennungsgrundsatz der EU nicht mehr. Die Abschiefehaftkontaktgruppe hat sich bereits im Sommer 2018 gegründet um Menschen im Abschiebeknast rechtlich und emotional zu unterstützen. Wir haben mit Toni und Anne gesprochen um einen Einblick zu bekommen, wie die aktuelle Situation die Abschiebehaft in Zeiten von Coromania aussieht und was das für die Betroffen bedeutet. 

https://www.abschiebehaftkontaktgruppe.de/deutsch/haftanstalt-dresden/

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Anarchistische Blickwinkel zur Coromania – Mission Lifeline

Corona ist das weltbestimmende Thema, Politiker*innen sprechen von social distancing, homeoffice und davon die Zeit zu nutzen neue Sprachen zu lernen. Vielen Menschen weltweit ist dies nicht vergönnt. Viele Menschen befinden sich nach wie vor auf der Flucht und können nicht zu Hause bleiben, da sie schlicht keins mehr haben. Wir sprechen mit Axel Steier von Mission Lifeline, der zivilen Seenorettung, die seit 2016 mit dem Schiff LIFELINE mehr als eintausend Menschen vor dem Ertrinken bewahrte. Wir wollten wissen wie die aktuelle Situation auf dem Mittelmeer aussieht und wie der aktuelle Stand  der Evakuierungssituation des Lagers Moria aussieht, an dem sich Mission Lifeline beteiligt.

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Zur symbolischen und praktischen Funktion der Ausgangssperre im autoritären Hygiene-Regime

Dieser Text wurde größtenteils am 20.3. geschrieben. Nach einer Diskussion darüber, dass der Begriff „Ausgangssperre“ negativ konnotiert sein könnte, führte sie das Bundesland Bayern am 21.3. unter der Bezeichnung „grundlegende Ausgangsbeschränkungen“ ein. Aus Rücksicht auf die Erfahrungen der Bevölkerung unter dem DDR-Regime, tritt die Ausgangsspeere auch in Sachsen unter der Bezeichnung „strikte Ausgangsbeschränkungen“ am 23.3. in Kraft. Ihre Mindesthaltbarkeit beläuft sich auf zwei Wochen, dürfte jedoch anschließend noch mehrfach verlängert werden, wie die Beispiele Italien und Spanien zeigen.

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