20 years anniversary of Indymedia – Elephant in the Room

The resistance is global… a trans-pacific collaboration has brought this web site into existence. Thats how The first entry on an Indymedia website began on November 24, 1999. Indymedia went online a few days before the protests against the WTO (world-trade-organisation) meeting in Seattle, and it was to be the alternative platform for reports on these protests. A group of activist-journalists set up a newsroom in a donated storefront. They called it the Seattle Independent Media Center (IMC). The Seattle IMC was stocked with donated computers for uploading and editing video and for writing articles. This content would then be posted to a website, indymedia.org. The Indymedia website clocked in 1.5 million unique visitors in its first week of operation, surpassing traffic to CNN’s website during the Seattle protests.

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To the students – Anarchismus und Studenten

Die Idee für diesen Artikel kam mir vor ein paar Jahren als ich mit einem Genossen sprach. Wir redeten über die gegenwärtige Situation der anarchistischen und sozialistischen Bewegung in seinem Land, und er wies darauf hin, dass Studierende auf lange Sicht tatsächlich ein konterrevolutionärer Teil der Gesellschaft seien könnten. Die Person, die dies sagte, war nicht erst seit gestern Anarchist, sondern ein Genosse, der schon jahrelang für revolutionäre Ideale kämpfte. Einer der Hauptpunkte unserer Diskussion war der Hintergrund der Schüler*innen, die sich in den Kampf einbringen wollen – dies sind vor allem Menschen aus finanziell gut situierten Familien, die in ihrem Leben kaum Probleme haben. Die meisten von euch arbeiten um das Taschengeld aufzubessern, aber für euren Lebensunterhalt ist bis zum Ende der Universität gesorgt. Natürlich gibt es Ausnahmen, so diejenigen, die die erste Generation von Studierenden in ihren Familien sind, jedoch handelt es sich um Ausnahmen in der linken und anarchistischen Bewegung. Abgesehen von dieser Entfernung zu den schwerwiegenden wirtschaftlichen oder sozialen Problemen schlechter gestellter Menschen habt ihr einen einfachen Einstieg und einen einfachen Ausweg aus sozialen Kämpfen – falls ihr eure derzeitige Gruppe, euer Kollektiv oder eure Organisation aufgebt, hat dies wenig Konsequenzen. Gleichzeitig mit dieser Thematik kommt das Problem der kurzen Aufmerksamkeitsspanne einher – als Student*in kannst du dich schnell einer heißen Thematik widmen, sobald sie aufpoppt und ebenso schnell zu einer anderen wechseln. Das ist die im Studium gelernte Arbeitsweise.

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Januarsendung Klimakrise: Gemeint sind wir alle

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„Soziale Bewegungen sind wie eine Welle. Es gibt viele Beispiele dafür, wie soziale Bewegungen gewinnen. Du gewinnst durch eine Vielzahl anTaktiken. Du eskalierst, sodass Du mehr Druck auf deine Opposition aufbauen kannst. Du gewinnst, indem Du die Menschen ignoriertst die sagen, dass Du nicht gewinnen kannst. Du organisierst dich mit Verbündeten, Du bringst Opfer, Du bleibst aktiv. Soziale Bewegungen sind gebündelte Kräfte kollektiver Energie, welche tiefe Emotionen, wie Wut, Liebe, Hoffnung und Träume des weitreichenden soizalen Wandels tragen“.

(Zitat aus climate resistance handbook)

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Wir wollen den Himmel erobern

Vor einigen Wochen feierte die gesamte westliche Welt Weihnachten, ein Fest, welches vielen heilig ist, einige aber auch stresst. Mit einer in den Himmel schießenden Konsumbereitschaft in diesen Tagen ist es einfach zu glauben, dass Kapitalist*innen Weihnachten erfunden haben nur um dir Geschenke für Freunde und Familie zu verkaufen. Neben dem Aspekt des Konsums ist Weihnachten jedoch immer noch ein streng religiöses Fest mit Hunderten von Millionen Anhängern.

Wir wollen mit diesem Text die Thematik der Religionskritik anschneiden und beschäftigen uns hier mit anarchistischen Herangehensweisen an Religion und Glauben im Allgemeinen. Erwähnenswert ist, dass wir in diesem Text nicht nur über das Christentum sprechen werden, sondern auch über den Islam und das Judentum, welche die drei größten und einflussreichsten Religionen der „westlichen“ Welt sind.

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Silvesterdemo am Abschiebeknast in Dresden

Am Nachmittag des 31. Dezember haben wir uns zum Abschiebeknast auf der Hamburgerstrasse aufgemacht. Etwa hundert Leute folgten der Einladung und trafen sich an der nächstgelegenen Haltestelle. Vor Ort versuchten wir mit Redebeiträgen, Musik, Sprechchören und Feuerwerk die Inhaftierten zu erreichen und unsere Solidarität zu zeigen. Die Abschiebehaftkontaktgruppe verlas einen Beitrag zur derzeitigen Situation im Knast.

Leider ist der hochmoderne Neubau derart abgeschottet, dass wohl nur wenig drinnen zu hören war. Die Inhaftierten antworteten uns aber mit Trommeln am Fenster und An- und Ausschalten des Lichts und versuchten uns mit Zetteln und Gesten zu antworten. Diese Momente haben ganz deutlich vor Augen geführt wie wichtig unsere Solidarität für die Gefangenen sein kann, auch nur mal eine Stunde vom Knastalltag weg zu kommen. Und gleichzeitig auch, dass wir uns nicht mit Parolen begnügen können, wenn wir die Knastmauern dieser Welt wirklich einreißen möchten.  Aufjedenfall lieber Silvester am Knast als irgendwo anders. Solidarische Grüße an alle inhaftierten Kämpfenden und kämpfenden Inhaftierten weltweit, an Yildiz (https://freiheit-yildiz.com/), die drei von der Parkbank und auch von der Autobahn, Thomas Meyer-Falk, an die Frauen in der JVA Reinickendorf (https://de.indymedia.org/node/55600) und so viele andere!

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